Deutsche Artikel - Written by Michael Leander Nielsen on Saturday, October 11, 2008 4:39 - 0 Comments

Empfehlungsmarketing 2.0: Die Renaissance einer alten Kaufmannstugend

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>>von Anne M. Schüller

Empfehlungsmarketing schlägt klassisches Marketing

Das Empfehlungsmarketing in all seinen Facetten hat den Siegeszug unumkehrbar angetreten. Entsprechend einer Untersuchung von TWI Surveys wird die WOM-Werbung (Word of Mouth) innerhalb der nächsten fünf Jahre die klassische Werbung überholen. Einer Erhebung des Wirtschaftsmagazins Inc. zufolge war das Mundpropaganda- und Viralmarketing für die 500 am schnellsten wachsenden US-Unternehmen schon 2006 der größte Erfolgstreiber. Es lag auf die Frage: „Wie werden Ihre Produkte beworben bzw. vermarktet?” mit 82 Prozent auf dem ersten Platz, Anzeigen kamen auf 74 Prozent, Mailings auf 46 Prozent, TV nur auf 9 Prozent.

Mundpropaganda in neuem Gewand

Die gute alte Mundpropaganda hat sich in kürzester Zeit modernisiert. Anglizismen wie Advocating, Peer-to-Peer-Marketing, Buzz-Marketing, Influencer-Marketing, Street-Marketing, Virals und Superspreading machen das Thema plötzlich ganz trendig. Social Networks, Communities, RSS-Feeds, Wikis, Postings und Votings in Foren und Blogs, online-basierte Empfehlungssysteme, Linkstrukturen und all die anderen Applikationen, die so gerne unter dem Begriff Web 2,0 zusammengefasst werden, haben das Internet zu einer wahren Spielwiese für alle möglichen Formen des Empfehlungsmarketing gemacht.

Ob Hotels, Autos oder Finanzberater - alles unterliegt heute dem bisweilen gnadenlosen Urteil der Internet-Nutzer. Branchenspezifische Bewertungsportale schießen wie Pilze aus dem Boden. Über Empfehlungen via Web lässt sich bereits richtig Geld verdienen. Und schon gibt es jede Menge Tools zum Opinion-Monitoring von Mundpropaganda im Internet, die Konsumentenäußerungen zu Marken bzw. Consumer-Themen systematisch auswerten. Neben den loyalen und ertragsstarken A-Kunden rücken zunehmend die sogenannten ‚Market Mavens‘ in den Fokus, die als Meinungsmacher und Referenzgeber fungieren. Ihr Urteil beeinflusst das Kaufverhalten ganzer Gruppen. Die Suche nach passenden Multiplikatoren wird demnach im Marketing der Zukunft eine tragende Rolle spielen

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